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Leistungen

Als nervenärztliche Gemeinschaftspraxis diagnostizieren und behandeln wir als Neurologen Schlaganfälle, Parkinsonerkrankungen, Epilepsien, Multiple Sklerose, Polyneuropathien und Kompressionssyndrome einzelner Nerven und Nervenwurzeln, als Psychiater und Psychotherapeuten Depressionen, Angststörungen, bipolare Erkrankungen, Psychosen, ADHS im Erwachsenenalter, Demenzen und Persönlichkeitsstörungen und erstellen sozial- und strafrechtliche wie auch verkehrsmedizinische Gutachten.

Um wegen ihres Alters oder einer körperlichen Behinderung in ihrer Mobilität eingeschränkte Patienten behandeln zu können, ist unsere Praxis barrierefrei eingerichtet und wir haben eine Videosprechstunde etabliert.

Auch betreuen wir neurologisch und psychisch erkrankte Menschen in Seniorenheimen und machen in Einzelfällen nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt auch Hausbesuche.

Im Folgenden möchten wir Ihnen die hierfür von uns angebotenen Leistungen und Untersuchungsmethoden kurz vorstellen:

Neurologische Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

EEG (Elektroenzephalographie)

Beim EEG wird mittels 20 durch eine Haube auf der Kopfhaut gehaltenen Elektroden elektrische Aktivität des Gehirns (Hirnströme) abgeleitet. Diese gibt uns Auskunft über die normale oder gestörte Funktion des Gehirns, Auffälligkeiten bestimmter Hirnregionen oder eine epileptische Aktivität.

Vor der Untersuchung sollten die Haare frisch gewaschen sein und sie sollten während der Untersuchung entspannt sitzen und die Augen geschlossen halten. Einige Male werden Sie dann aufgefordert, die Augen zu öffnen oder tiefer zu atmen.

NLG (Nervenleitgeschwindigkeitsmessung)

Nerven kann man sich grob vorstellen wie ein Kabel mit mehreren stromführenden Kupferleitungen, die durch einen Plastikmantel voneinander isoliert sind. Hierbei entsprechen die Axone den Kupferleitungen und die Markscheiden den isolierenden Hüllen. Die Nervenleitgeschwindigkeitsmessung macht sich zunutze, dass auch ein über die Haut zugeführter kurzer und ungefährlicher Stromimpuls wie ein Befehl vom Rückenmark weitergeleitet wird, wobei die Leitgeschwindigkeit und der Stromausschlag am Muskel dabei gemessen werden. Diese Ergebnisse geben uns dann Auskunft darüber, an welcher Stelle ein Nerv zum Beispiel eingeklemmt ist, ob Axone (Nervenfasern) funktionsunfähig sind oder ob nur die Markscheide beschädigt ist, die der Körper in vielen Fällen selbst wieder repariert.

Die hierbei über dem Nerv auf die Haut gegebenen leichten Stromimpulse können kurzfristig zu leichten Missempfindungen führen, sind aber nicht gefährlich und die Untersuchung kann zu jedem Zeitpunkt unterbrochen werden.

EMG (Elektromyographie)

Bei der elektromyographischen Untersuchung wird die elektrische Aktivität von Muskeln mittels einer kleinen Nadel abgeleitet und auf einem Monitor live aufgezeichnet. Die von einer Nervenfaser versorgten Muskelfasern erzeugen hierbei ein MUP (motor-unit-potential), dessen Muster dann ausgewertet wird und Auskunft darüber gibt, ob beispielsweise der Muskel bei Muskelerkrankungen oder ein Nerv und wenn ja, welcher Nerv oder welche Nervenwurzel, dann akut oder chronisch oder nur teilweise geschädigt ist.
Der, im Übrigen gefahrlose, Einstich verursacht vorübergehende Beschwerden, wie Sie Ihnen von Spritzen-Injektionen in den Muskel bekannt sind.

Sie sollten dem Arzt vor der Untersuchung mitteilen, ob Sie blutverdünnende Medikamente wie z. B. Marcumar oder Eliquis einnehmen. Unter ASS 100 kann die Untersuchung aber ohne weiteres durchgeführt werden.

Evozierte Potentiale (visuell, akustisch oder somatosensorisch)

Es ist technisch auch möglich, einzelne Körpersinne zu stimulieren und die elektrische Reaktion darauf im Rückenmark oder Großhirn zu messen. Hierbei sehen Sie entweder ein Schachbrettmuster auf einem Bildschirm (visuell evozierte Potentiale), hören ein wiederholtes Geräusch über einen Kopfhörer (akustisch evozierte Potentiale) oder werden am Arm oder Bein mit elektrischen Strömen stimuliert (somatosensorisch evozierte Potentiale).

Die Untersuchungen geben Auskunft darüber, ob die Impulse im Rückenmark oder Gehirn verlangsamt wie bei einer Multiplen Sklerose oder nicht vollständig wie zum Beispiel bei einer Verengung des Rückenmarkskanal weitergeleitet werden.

Farbkodierte Duplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße

Mittels eines hochauflösenden Ultraschallkopfes werden die Wände der das Gehirn versorgenden Schlagadern dargestellt und es können Wandauflagerungen (Plaques) und die Wanddicke detailliert beurteilt werden. Über den Dopplereffekt werden zusätzlich die Geschwindigkeit und etwaige Turbulenzen des Blutflusses gemessen, wodurch sich dann das Ausmaß einer Verengung einer Halsschlagader genau bestimmen lässt. Diese Untersuchung ist gut geeignet, das individuelle Schlaganfallsrisiko abzuschätzen und trägt wesentlich zur Entscheidung bei, ob die Verengung einer Halsschlagader operativ behandelt werden muss oder medikamentös behandelt werden kann. Die Untersuchung wird von uns sowohl an den Halsschlagadern wie auch an den Hirnschlagadern im Kopf durchgeführt und ist für Sie nicht belastend oder schmerzhaft.

Nerven- und Muskelsonographie

Mittels einer hochauflösenden Ultraschallsonde können Nerven und Muskeln bildlich dargestellt und so Einklemmungen oder spezielle Erkrankungen der Nerven diagnostiziert werden. Auch können wir durch diese Methode Botulinustoxin gezielt auch in schwer auffindbare Muskeln injizieren.

Um Ihnen diese Untersuchungsmethode baldmöglichst anbieten zu können, absolvieren wir zurzeit die erforderlichen Zusatzausbildungen.

Neuropsychologische Test (Demenzdiagnostik etc.)

Wir verfügen sowohl über Screening-Tests (MOCA-Test, TFDD), als auch über umfangreichere Testbatterien (CERAD, NAB), um Demenzerkrankungen schon im Frühstadium zu diagnostizieren und mit allen verfügbaren Behandlungsoptionen günstig zu beeinflussen.

Neurologische Beratung und Verordnungen

Wir informieren Sie in ausführlichen Gesprächen über die Ursache, Art und Prognose ihrer Erkrankung und besprechen eingehend vorbeugende und den Verlauf günstig beeinflussende Maßnahmen. Auch erläutern und verordnen wir die verfügbaren medikamentösen Therapien und treffen hier im Dialog mit Ihnen eine bestmögliche Auswahl.

Des Weiteren verordnen wir die angezeigten Heilmittel wie physikalische Therapie, Ergotherapie und Logopädie und leiten in Absprache mit Ihnen Rehabilitationsverfahren ein oder nehmen, falls erforderlich, Kontakt zu Kollegen*Innen für weiterführende ambulante Untersuchungen oder stationäre Behandlungen auf.

Neurologische Injektions- und Infusionstherapien

Im Bedarfsfall führen mit einem Lokalanästhetikum und ggf. einem Depotkortikoid gezielte Injektionen zur Linderung von Einklemmungssyndromen einzelner Nerven an den Armen und Beinen durch.
Häufig zur Behandlung der Multiplen Sklerose, aber gelegentlich auch zur Behandlung anderer Autoimmunerkrankungen infundieren wir in einer akuten Erkrankungsphase hoch dosiertes Kortison und zur Vorbeugung auch andere Arzneimittel wie Immunglobuline oder spezifische Antikörper wie z. B. Natalizumab. Sie werden dabei von uns ärztlich und durch ausgebildetes medizinisches Personal kontinuierlich überwacht.

Botulinustoxinbehandlung

Durch die Injektion von Botulinustoxin in ausgewählte Muskeln können diese gezielt geschwächt werden. Dies ist zur Behandlung schmerzhafter spastischer Verkrampfungen zum Beispiel nach Schlaganfällen sehr hilfreich, um Schmerzen zu lindern und die Pflege und oft eingeschränkte Selbstversorgung zu erleichtern. Auch wird diese Therapieform zur Vorbeugung einer chronischen Migräne eingesetzt.

In unserer Praxis bieten wir die Behandlung einer schmerzhaften Spastik der Arme und die vorbeugende Therapie der Migräne an, wobei die mit sehr dünnen Nadeln durchgeführten Injektionen alle 3 Monate wiederholt werden müssen.

Psychiatrie und Psychotherapie

Psychiatrie oder Seelenheilkunde beschäftigt sich mit der Prävention, dem Erkennen (Diagnostik) und der Behandlung von seelischen bzw. psychischen Störungen. Psychosomatik ergänzt die Psychiatrie durch eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Körper und Psyche in ihren Wechselwirkungen.

Insofern diagnostizieren und behandeln wir alle psychischen Erkrankungen. Bei diesen Störungen handelt es sich um:

  • Depressionen, Manien und bipolare Störungen,
  • Ängste und Zwänge,
  • Psychosen, Schizophrenien und schizoaffektive Erkrankungen,
  • organische psychische Erkrankungen,
  • angeborene Entwicklungsstörungen,
  • psychische Reaktion auf Belastungen (z. B. Burn-out) und Belastungen durch körperliche Erkrankungen,
  • Psychosomatische und somatopsychische Erkrankungen,
  • Traumata und Traumafolgestörungen,
  • Aufmerksamkeitsstörungen und andere kognitive Teilleistungsstörungen,
  • Gedächtnisstörungen (Demenzen),
  • Persönlichkeitsstörungen,
  • begleitende Suchterkrankungen.

Die Diagnostik besteht immer in einem Erstgespräch und der Erhebung eines psychischen Befundes. Danach können entweder apparative Zusatzuntersuchungen (z. B. Laboruntersuchungen) oder ergänzende Testuntersuchungen angeboten werden. Die psychometrischen Testuntersuchungen dienen dem Objektivieren von Beschwerden und der damit verbundenen verbesserten Differentialdiagnostik.

Wir bieten daher ergänzende psychometrische Untersuchungen an:

  • Für die Diagnostik von Gedächtnisstörungen (Demenzen) in der Form von Screeningverfahren (z. B. TFD, MOCA) und von umfangreicheren Tests (z. B. CERAD),
  • Für die Diagnostik von kognitiven Einbußen bei Menschen mit neurologischen Erkrankungen (z. B. PANDAS, SDMT),
  • Diagnostik von Demenz bei Menschen mit Intelligenzminderungen (z.B. DMIT),
  • Für die Diagnostik von neuropsychologischen Defiziten (z. B. SDMT) oder zur differenzierten Testung von Funktionseinbußen (z. B. Neuropsychologische Assessment Battery),
  • Zur Diagnostik von spezifischen Einbußen in der Form von Störung der Sprache, Exekutiv- oder Theory-of-Mind-Funktionen (z. B. ACL, WSC-64),
  • Für die Diagnostik von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen (z. B. d2R-Test, CAARS),
  • Für psychische Störungen: (z. B. SCL-90),
  • Für Schmerzen und Schmerzbewältigung (z. B. FESV),
  • Zur Beurteilung intellektueller Einschränkungen (z.B. MWT-B),
  • Zur Persönlichkeitsdiagnostik (z. B. FPI-R, MMPI-2).

Nach ausführlicher Diagnostik bieten wir Ihnen dann eine ganzheitliche Behandlung Ihrer psychischen Beschwerden an.

Wir bieten daher folgende Behandlungsmöglichkeiten an:

  • Psychiatrische Gespräche,
  • Psychotherapeutische Kurzinterventionen,
  • Beratung zur Lebenssituation und bei Krisen,
  • Aufklärung über die Erkrankung,
  • Beratung und Einbezug von Angehörigen,
  • Eine langfristige Betreuung, wenn erforderlich,
  • Eine individualisierte medikamentöse Behandlung,
  • Zusammenarbeit mit komplementären Angeboten, wie Ergo-, und Soziotherapie und weiteren ambulanten Betreuungsangeboten,
  • Eine psychotherapeutische Behandlung können wir nur in geringem Umfang anbieten.

 

Gutachten

Wir bieten neurologische und psychiatrische Gutachten für folgende Rechtsgebiete und Fragestellungen an:

  • Verkehrsmedizin, z. B. zur Fahreignung,
  • Schwerbehinderung,
  • Erwerbminderungs- oder Berufsunfähigkeitsrente,
  • Schuldunfähigkeit und den Voraussetzungen zur Anordnung von Maßregeln,
  • Kriminalprognose.

Abgesehen von verkehrsmedizinischen Gutachten übernehmen wir nur Gutachten im Auftrag von Behörden und Gerichten.

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